Die Stärkung des Ehrenamtes im Fokus

veröffentlicht 22.06.2026, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Dekanat baut sein Engagement für Ehrenamtliche weiter aus und plant vielfältige Angebote

„Wie können wir erreichen, dass dieses Dekanat dafür bekannt ist, dass hier die Ehrenamtlichen am zufriedensten sind?“ Mit dieser Frage brachte Bildungsreferentin Stefanie Diekmann das Leitthema der 12. Tagung der II. Dekanatssynode des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim auf den Punkt, die Mitte Juni im Gemeindezentrum der Versöhnungskirche Ingelheim stattfand.

Mehr Wertschätzung, mehr Spiritualität

In mehreren von Diekmann initiierten Schreibgesprächen formulierten die Synodalen ihre Wünsche für die kirchliche Arbeit in den neuen Strukturen. Genannt wurden vor allem mehr Gabenorientierung und Wertschätzung, mehr Raum für Glaubensthemen, mehr Spiritualität sowie eine stärkere Entlastung der Gremien im Hinblick auf Verwaltungsaufgaben.

Als Antwort auf diese Wünsche stellte Diekmann mehrere neue Angebote vor:

Infoabende zur Kirchenvorstandswahl 2027

Mit Blick auf die Kirchenvorstandswahlen im Juni 2027 kündigte sie zwei Abende zu dem Thema „Kirchenvorstand neu gedacht“ an. Sie sind für den 13. und 20. August 2026 geplant und werden von dem Projektstudienleiter „ekhn2030“ des Instituts für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN (IPOS), Christian Leibner, mitgestaltet. Die beiden Abende sollen Ehren- und Hauptamtliche der Gesamtkirchenvorstände auf ihre Aufgaben vorbereiten und ihnen Orientierung für die Arbeit in den neuen kirchlichen Strukturen geben. Ergänzt wird das Angebot durch Austauschabende für Ortsausschüsse und weitere Formate, die Vernetzung und gegenseitiges Lernen fördern.

Glaube als Kraftquelle für Engagement

Ein besonderes Anliegen ist der Bildungsreferentin dabei die Verbindung von Engagement und Spiritualität. Mit dem neuen Kurs ‚LUV – dem Wind zugeneigt‘ plant sie ein Angebot für Sinnsuchende. Ziel ist es, Menschen miteinander über Glaubensfragen ins Gespräch zu bringen und spirituelle Ressourcen für den Alltag zu erschließen. „Wir brauchen diese Kraft aus unseren Wurzeln“, so Diekmann, „und wir brauchen Räume, wo wir uns austauschen.“ Deshalb ist über die genannten Angebote hinaus ein regelmäßiger Gemeinschaftsabend geplant, bei dem Ehren- und Hauptamtliche miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen können. Ein erster Termin ist für den 8. September 2026 geplant.
Außerdem ist sie im Gespräch mit Prof. Reiner Knieling und Pfarrerin Isabel Hartmann, die mit ihrem Institut Syntheo Studientage anbieten zum Thema „Geistlich Leiten“ oder „Geist und Prozess“. Es geht nur noch darum einen guten Termin für solch einen Studientag zu finden.

Verwaltung soll Ehrenamtliche entlasten

Der Entlastung von Haupt- und Ehrenamtlichen soll auch die von DSV-Mitglied Thomas Sonntag vorgestellte Immobiliendienstleistung im Dekanat dienen. Sie soll die Gemeinden bei der Verwertung und später dann auch bei der Entwicklung jener Gebäude unterstützen, die künftig nicht mehr von der Landeskirche gefördert werden. Gemeinsam sollen Ideen zur Zukunft dieser C-Gebäude entwickelt werden. Die Synode begrüßt den Aufbau solch einer Immobiliendienstleistung. Geplant ist, dass sie spätestens bis zum 1. Juli 2027 ihre Arbeit aufnimmt.

Menschen für Verantwortung gewinnen

Passend zu diesen Angeboten informierte die stellvertretende Dekanin Vanessa Bührmann über die Vorbereitungen für die im Juni 2027 anstehenden Kirchenvorstandswahlen. Bührmann machte deutlich, wie wichtig engagierte Menschen für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in den neuen Kirchengemeinden sind. 

Weitere Weichenstellungen für die Zukunft

Darüber hinaus verabschiedete die Synode den Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan des Dekanats. Dekan Olliver Zobel informierte über die anstehende Dekanewahl, Personalentwicklungen sowie die weiteren Schritte im Reformprozess ekhn2030. Versammlungsleiter Christian Brost berichtete über die zum 1. Juli 2026 mit Tobias Heiles besetzte Projektstelle für Klimaschutzkoordination. Außerdem stellte sich Michaela Mutschmann vor: Sie hat im Nachbarschaftsraum 3 seit dem 1. Juni 2026 ihre Arbeit mit und für Seniorinnen und Senioren aufgenommen und wird Projekte entwickeln, die beispielhaft für die übrigen Nachbarschaftsräume des Dekanats sein sollen.