Der letzte Kilometer führt mitten durch den Wald. Abgeschiedenheit und Abenteuer verspricht die Kultur- und Bildungsstätte Burg Waldeck im Hunsrück, wo 21 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren in den Herbstferien eine Woche lang zu Jugendleiterinnen und Jugendleitern ausgebildet wurden. Begleitet von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Gemeindepädagogischen Teams des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim wollten sie sich fit machen für ihr ehrenamtliches Engagement in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit.
Zwischen Gruppenpädagogik und Küchendienst
Und diese Ausbildung war alles andere als ein Spaziergang. Drei bis vier Lerneinheiten standen täglich auf dem Programm – vormittags, nachmittags, abends und manchmal sogar spätabends. Schließlich braucht es einiges an Wissen und Können, um selbst Verantwortung für Kinder und Jugendliche zu übernehmen.
Auch der Alltag im Selbstversorgerhaus verlangte den Teilnehmenden einiges ab. Während Teamerin Pia Leuschner und Teamer Philipp Flick das Kochen für die Gruppe übernahmen, waren die Jugendlichen in kleinen Teams für Tischdecken, Aufräumen und Abwaschen zuständig.
Ehrenamt macht Spaß – und braucht Kompetenz
Ob als Konfi-Teamer, beim Kindergottesdienst, auf Freizeiten oder gleich in mehreren Bereichen: Ehrenamtliches Engagement macht Spaß, bringt neue Erfahrungen, Gemeinschaft und Anerkennung. Es ist aber auch anspruchsvoll. Wer Gruppen anleitet und Verantwortung übernimmt, braucht Hintergrundwissen, praktische Fähigkeiten und gute Ideen.
Das wissen auch die 21 Jugendlichen, die bereits in ihren Kirchengemeinden aktiv sind und ihre Kompetenzen während der Ausbildungswoche erweitern wollten. Auf dem Programm standen das Kennenlernen und Anleiten von Gruppenspielen, die Rolle als Jugendleiterin oder Jugendleiter, Gruppenphasen, rechtliche Rahmenbedingungen, Fragen des Kindeswohls und vieles mehr. Besonders gut kam auch die Einheit der Evangelischen Jugendvertretung im Dekanat (EJVD) an.
Neue Fähigkeiten, neue Freundschaften
Bei so viel Programm blieb dennoch Zeit für Gemeinschaft und Gespräche. In den Pausen entwickelten sich die Jugendlichen zu begeisterten Teetrinkerinnen und Teetrinkern. Zum Abschluss der Woche präsentierten sie schließlich selbstständig entwickelte Projekte und zeigten damit, was sie in den vergangenen Tagen gelernt hatten.
Nach sechs intensiven Tagen waren sich alle einig: Die Juleica-Ausbildung hat sich gelohnt. Nicht nur wegen der vielen neuen Fähigkeiten, sondern auch wegen der Freundschaften, die auf Burg Waldeck entstanden sind. Und die waren die Herbstferienwoche allemal wert.
Hier gibt's mehr Infos zu den Angeboten der Evangelischen Jugend im Dekanat Ingelheim-Oppenheim